Allgemein, Langeweile, Normalität

Cash Rules Everything Around Me!

Bild: Wikipedia.com
Wu-Tang-Clan – 1994 – CREAM (Cash rules everything around me)

Wie bereits im letzten Post erwähnt öffnet Geld bekanntermaßen Türen. Aber nicht nur durchs Lotto-Spielen kann man zu Geld kommen, sondern ebenfalls durch Investitionen. Beispielsweise könnte ich mein vorhandenes Geld in Fonds aus dem Rohstoff-Sektor investieren. Aber woher nehme ich das Geld?

Ich habe über das Ausbrechen aus der Normalität des Alltags geschrieben. Letztens haben sich einige Freunde von mir über Gehälter von Software-Entwicklern unterhalten.

Das ist ja der absolute Hammer, was man vorm Monitor verdient. Einfach nur ein paar Zeilen Code einhacken und das Gehalt prasselt nur so auf einen ein. Zwischen 50.000 und 75.000 Euro verdient man als Software Entwickler. Und als Leiter einer IT-Abteilung bzw. als Projektmanager verdient man im Durchschnitt seine 100.000 im Jahr. Das ist schon eine ganz schöne Stange Geld.

Vielleicht sollte ich mir auch einige Kenntnisse aneignen, ein Programm schreiben, dass die Leute brauchen, es für teures Geld verkaufen, dieses Geld wiederum anlegen, warten und dann mit der Kohle nach Bora Bora abhauen.

Was für ein Plan!

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Was hat man denn für Möglichkeiten?

Das ist vielleicht mal ganz lustig, aber bestimmt nicht dauerhaft…Bild von Harald bischoff, CC-Lizenz / commons.wikimedia.org

Was mich immer wahnsinnig macht, ist, dass Geld einfach Türen öffnet. Und dass das einfach ungerecht ist. Wobei, wenn ich mir die reichen Gören so ansehe, wissen die in der Regel gar nicht, was sie mit dem Geld anfangen sollen, außer sich Champagner für Zahntausende Euro zu kaufen und Bentleys und Ferraris zu Schrott zu fahren. Irgendwann fangen sie dann an zu koksen wie blöd, weil Alkohol alleine macht ja auch nicht satt…

Nee, also ist es eindeutig besser, wenn man erst später zu Geld kommt und nix mit reich Erben, das versaut nicht nur den Charakter, sondern auch sonst alles, also den Inhalt, das Bewusstsein, den Spaß, die Möglichkeiten.

Also wie stellt man es an? Erster Weg natürlich Lotto, Lotto spiele ich im Lotto-Kiosk. Dann heutzutage gute Idee für ne gute App und zack, Millionen. Finde ich von der Romantik und so schon nicht schlecht. Da kriegt man zwar auch irgendwie was geschenkt, aber man kann sich immer darauf berufen, dass man ja die geile Idee hatte. Oder man erbt eben in höherem Alter unverhofft von jemandem, den man gar nicht kannte oder so.

Also wenn jemand Bock drauf hat mir sein Vermögen zu erben, ich wüsste schon was damit anzustellen, keine falschen Hemmungen!

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Das Normale und Gewöhnliche schätzen? Hm… eher nö!

Ich sollte mal die Klappe halten, mich nicht beschweren, denn immerhin habe ich ein Dach über dem Kopf, etwas zu essen und einen Job. Jaja, ich weiß, aber dennoch bin ich hart gelangweilt von meinem Alltag und will mal etwas erleben und verdammtnochmal raus hier!

Ich könnte natürlich das Normale und das Gewöhnliche schätzen, aber es stellt mich nunmal nicht zufrieden. Ich will mehr erleben! Mehr atmen! Mehr Leute kennenlernen! Mehr Party! Versteht das denn keiner?

Warum muss man sich denn immer mit weniger zufrieden geben als man eigentlich haben möchte?

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I want to break free…

 

Bild: Freddie Mercury, Wikipedia.org, Public Domain

“I want to break free”, sang damals Freddy Mercury. Ich konnte Queen nie wirklich leiden, wirklich nicht. Aber was meine ich damit. Wir machen jeden Tag das gleiche. Wir rennen zur Arbeit, wir rennen zur Schule, wir rennen zum Sport um irgendwelchen Top-Models nachzueifern. Wir treffen immer die gleichen Leute, führen die selben Gespräche. Alles kehrt wieder, alles wiederholt. Unsere Gedanken verlaufen in vorgefertigten Bahnen und wir sind bequem und je älter wir werden, desto bequemer werden wir. Oh ja, ich habe heute keine gute Laune. Aber ganz so schlimm ist es nicht. Ich möchte ein wenig Staub aufwirbeln, ein wenig den Dreck aus dem Teppich klopfen und viel Rauch um wenig Feuer machen. Jeder von uns sollte ab und an einmal aus dem Alltag ausbrechen, so richtig meine ich. Alles fallen lassen, sich gehen lassen, abhauen. Ich wohne in der Nähe von Oldenburg und bin eher unsportlich. Warum haue ich nicht einfach mal nach München ab, lerne dort einen Typen kennen, mit dem ich zusammen Squash spielen kann. Was weiß ich denn. Ich weiß nicht einmal wie man Squash spielt und musste sogar nachschauen wir man das schreibt. Oder ich kaufe mir plötzlich eine Kamera und richte mir in meinem Badezimmer eine Dunkelkammer ein. Einfach mal etwas ausgeflipptes machen. Oder einfach die ganze Karriere aufgaben und Koch werden, oder Elektriker. Was weiß ich denn…

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Sch=reyben wie Arno Sch=Midt

Bild: Wikipedia.org, Arno Schmidt, Public Domain Lizenz

1970 war es dann so weit. Ein achtbändiges Monstrum von einem Buch erschlug die Literaturwelt und hält die ganzen Literaturfuzzis in Atem. Arno Schmidt brachte sein Buch Zettels Traum heraus. Ein wüstes durcheinander aus Typografien, Textspalten, Fenstern. Fast wie ein abgestürzter HTML-Code. Da gibt es solche Passagen:

: »Singularly wild place – «; (hatte P indessn gemurmlt. Er ragte, obm wie untn, aus seiner WanderHose; Er, lang=dünn & haarich) /

oder:

: »HasDu überhaupt zugehört ? Was Ich gesagt hab’ ?« / (Vollkomm’ Wilma. Aber a) : »hatt’Ich eine (sündije) Vision zu bekämpfn …«/ (: »? ! –«) / (Galant) : »So im Stiel von ›Achab + Zedecias durch 2‹ : Dich; in einem Zuber voll Thau! – «; (dann hattn Wir Se, endlich, cnorpulend, hindurch. Und b) : »Hab’Ich den D=Zug,von Eschede, rumpln hör’n.

Quelle: www.zettels-traum-lesen.de

Nicht nur dass er Schriftsteller war, was ja an sich schon nicht so viel mit dem normalen Leben zu tun, nein, ganz sicher nicht, auch hat er auch noch alle Schriftstellerkonventionen gebrochen und hat seine eigene literarisch Büchse der Pandora geschaffen, sein Labyrinth von Knossos. Das hat wirklich nichts mehr mit Normalität zu tun. Klar will ich ausbrechen, aber ich will dabei nicht Kopf und Kragen riskieren und meinen Verstand verlieren.

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